Endlich eine Wohnung – FAST! ^^

Am Mittwoch sind wir seeeeehr spät aufgestanden (danke, Jetlag weary) und haben uns Nachmittag nochmal mit dem Makler getroffen, um den Mietvertrag zu unterschreiben. In seinem Büro hat er uns dann den koreanischen Mietvertrag mit einer englischen Übersetzung hingelegt und uns ein bisschen Zeit zum Durchlesen gegeben. Nachdem wir noch einige Missverständnisse geklärt hatten (wir waren KEINE Franzosen laughing) und er noch ca. 2-3 mal den Vertrag neu ausdrucken musste, gings ans unterschreiben. Einmal hier, einmal da dann noch hier, dort, da, hier, Initialen, hier, da, hier und dann waren wir auch schon fertig grin In der Hoffnung nicht 10 Spülmaschinen und 3 Autos gekauft zu haben fuhren wir dann zur Wohnung, um uns mit der Hausdame zu treffen.

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Sie empfing uns mit einem sehr freundlichen Lächeln in ihrem Büro(chen) und unterhielt sich ein bisschen mit dem Makler (wobei wir natürlich kein Wort verstanden haben und nur gelegentlich mitlachten).
Da sie kein Wort englisch spricht hat unser Makler dann den Dolmetscher gespielt und uns nochmal alles erklärt. Unsere Wohnung (bzw. unser Zimmer stuck_out_tongue_closed_eyes) wird erst zum 31.08. frei und deswegen hat sie uns freundlicherweise angeboten in der Zwischenzeit im gleichen Haus in ein anderes Zimmer zu ziehen. Da wir am 28. noch einen kleinen Abstecher auf die Vulkannsel Jeju machen, lassen wir unser Gepäck dann in ihrem Büro und ziehen am 31. richtig ein.

Soweit der Deal wink Am nächsten morgen wurde der Plan dann in die Tat umgesetzt und wir trafen uns mit Makler und Hausdame. Erst einmal mussten wir natürlich bezahlen: 1 Monatsmiete, Zwischenmiete für 5 Tage und Maklergebühren. Da der Bankautomat uns nicht richtig verstanden hatte (oder wir ihn blush) hat er uns die ca. 1.4Mio. Won größtenteils in 10.000Won ausgeben, was uns aufgrund der enormen Menge an Scheinen wie Millionäre fühlen ließ moneybag grinning moneybag. Nach mehrmaligem Zählen hat dann jeder seinen Teil bekommen und wir konnten endlich mal kurz verschnaufen sweat. Das Zimmer war komplett eingerichtet, hatte aber ein kleines Manko, welches sich später jedoch als großes Problem rausstellen sollte. Es gab zwar ein Bett, aber keine Decken, Kissen etc. Wir mussten also das ganze Bettzeug irgendwo in Seoul finden. Das führt uns zur nächsten Geschichte.

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Beim Rumlaufen ist uns schonmal ein kleiner Laden aufgefallen, der Bettsachen verkauft. Allerdings waren die Decken so komisch und altmodisch, dass sie nicht einmal unsere Großeltern gekauft hätten. Also gingen wir erstmal zu einem Allerleiladen namens 다이소 (Daiso), der auch wirklich ALLES hatte – außer natürlich Bettzeug. Wir gingen kurz heim, um im Internet weiterzusuchen und fanden einen noch größeren 다이소 in Hongdae und einen Homeplus, der etwas weiter weg war. Auf dem weg nach Hongdae kamen wir nochmal bei dem bereits genannten Laden vorbei und vergewisserten uns nochmal vom schlechten Geschmack und auch recht hohem Preis der Ware flushed Im zweistöckigem Daiso angekommen, wurden wir leider erneut nicht fündig und machten uns dann gleich auf den Weg zu Homeplus. Da wir unsere Yonsei ID Card noch nicht hatten, mit der wir öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, beschlossen wir zu laufen (welch glorreiche Idee unamused). Nach 20 Minuten waren wir endlich angekommen. Der Homeplus erinnerte uns an die riesigen Supermärkte Amerikas oder Frankreichs. Hier mussten wir einfach etwas finden! Wir kämpften uns vorbei an den riesigen Regalen in die Haushaltsabteilung und fanden Decken, Kissen, Überzüge – naja, zumindest die Preisschilder davon. Das meiste war wie bei einem Räumungsverkauf leergeräumt und zurück blieben wieder wunderschöne rosa Blümchen-musterdecken und ähnliche Geschmacksverirrungen. Nach langem Überlegen entschieden wir uns dafür nur eine Decke für eine Nacht mitzunehmen, weil uns in der Zwischenzeit unsere Freundin Soolim ein paar Decken und Überzüge angeboten hatte, die wir am nächsten Tag abholen konnten.

Um 22:30 verließen wir den Shop und mussten dann leider feststellen, dass an diesem Ort kein koreanisches Restaurant mehr aufhatte und wir beim Mc unseren Hunger stillen mussten. Einigermaßen satt aber körperlich völlig am Ende machten wir uns dann auf den Heimweg. Irgendwie kamen wir auf die Idee Bus bus zufahren und versuchten dann aus dem koreanischen Busplan schlau zu werden. Wir stellten uns anscheinend so blöd an, dass uns ein freundlicher Koreaner mit perfekten Englischkenntnissen zur Hilfe kam. Er empfahl uns ein Taxi taxi zu nehmen (hätten wir auch selbst drauf kommen können disappointed) und wollte uns schon eins rufen, als wir plötzlich merkten, dass der Sack mit der Decke weg war :scream::scream::scream: Wir suchten überall wo wir in der letzten Stunde waren, aber ohne Erfolg. Er muss an der Bushaltestelle geklaut worden sein als wir kurz nicht aufgepasst hatten see_no_evil. Mist – nach 30km Fußmarsch und einem nicht wirklich befriedigendem Abendessen erwartete uns zu Hause jetzt eine steinharte Matratze und ein paar Handtücher. Also los. Nach weiteren 20min waren wir dann schlussendlich angekommen, legten uns auf den 100*200cm großen Stein und versuchten mit zugepressten Augen ein paar Minuten Schlaf zu bekommen…

Sorry, dass dieser Post so bildarm ist, aber wir hoffen, dass unsere bildreiche Sprache und ein wenig Fantasie die Situationen gut nachvollziehbar machen yum

Sidefact: Nachts ist es schwer als Ausländer ein Taxi zu bekommen. Die Taxifahrer fahren langsam zu dir hin, um zu schauen ob du Koreanisch kannst, wenn nicht – Pech gehabt, sie fahren einfach weiter sob

This article has 3 comments

  1. Hi Annabell, das ist ja ein schwerer Anfang mit Hürden.
    Hoffe, ihr verzagt trotzdem net gleich.
    Aber ihr seid gewarnt.
    Selbst ne lumpige Decke wird hier zum begehrten Objekt.
    Paßt auf euch auf und viel Spaß bei eurem Ausflug.
    Dein Dad

  2. Warum 10.22 Uhr? Ich schrieb um 0.22 Uhr 27.8.2013 :(

  3. Ohje, eine Story ohne Happy End… Hoffentlich habt ihr inzwischen ein paar Decken auftreiben können. Take care!

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